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Das Wappen der Marktgemeinde
Ziemetshausen:
Beschreibung:
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Geviert
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1 und 4 in Rot ein aufspringendes
silbernes Ross
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2 und 3 in Silber ein golden
gekrönter roter Löwe
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Alle Figuren sind einander
zugewendet
Geschichte:
Nach dem Regierungsbericht von 1835 hatte der damals noch gutsherrliche
Markt kein Wappen und auch keine diesbezüglichen Wünsche. Früher hatten die
herrschaftlichen Vögte auf Seifriedsberg die Urkunden für die Einwohner zu
besiegeln. Erst 1882 stellte die Gemeinde den Antrag auf Wappenverleihung, der
1884 nach Beratung durch den HistorischenVerein von Schwaben und Neuburg erneuert
wurde. Man wünschte die unveränderte Übertragung des Wappens der Freiherren
Villinger von Schönenberg, die durch Kaiser Maximilian I. 1515 Ort und
Gericht erhalten hatten, 1557 das Spital in Ziemetshausen stifteten, um 1586
dem Ort Marktrecht verschafften und 1641 ausstarben. Die enge geschichtliche
Verflechtung zwischen Ort und Familie führte zur Billigung des Entwurfes
durch RHA. und Reichsarchiv. Leider wurde aber übersehen, dass die
beantragten Farben des Gemeindewappens wesentlich von denen des Wappens der
Villinger abwichen; dessen 1. und 4. Feld war von Schwarz und Gold geteilt,
das Ross in verwechselten Farben, das 2. und 3. Feld enthielt in Rot einen goldgekrönten silbernen Löwen (Wappen der ausgestorbenen Schönenberger). In
den falschen Farben wurde das Wappen am 04.12.1883 durch König Ludwig II.
verliehen. Hupp erkannte als erster den Irrtum, war aber in seiner Abbildung
ebenso an die Verleihung gebunden wie nunmehr auch wir. Götz hat die Löwen fälschlich
ungekrönt dargestellt.
Quelle:
(aus: Dr. Klemens Stadler / Friedrich Zollhoefer: „Wappen der
schwäbischen Gemeinde“ erschienen im Verlag des Heimatpflegers von Schwaben,
Kempten/Allgäu 1952) |